Tetrapak Tetris
0 Kommentare | Von Teman Schem, Montag, 13. November 2006in Beziehungen, Weltverbesserung. Tags: Müll · Tertapak
In unserer Küche hausen Tetrapaks. Die meisten auf einem kleinen Tisch. Daneben wohnen Glasflaschen, ein gut verschlossener Curry-Container, Kochbücher (selten benutzt) und das lange Ende einer Rankepflanze. Dort sind also schon sehr viele Dinge, und wegen dieser Herumsteherei von Tetrapaks gibt es einen Auffassungsunterschied in der Familie.
Mein Mann: stapelt die Tetrapaks auf jenem Tisch. Um den Mülleimer nicht gleich voll zu machen.
Ich: Packe die Tetrapaks in den Mülleimer (gottlob holt er sie da nicht wieder raus). Denn ich sehe nicht ein, warum man Müll nicht in den Mülleimer tut.
Unsere Tochter: Verweigert ihren Brei und zeigt stattdessen auf die Tetrapaks, die Papa stapelt und die ich noch nicht in den Mülleimer gepackt habe, weil er voll ist.
Nach meiner Methode muss man eben öfter den Mülleimer leeren. Das hält fit, beugt doofem Geruch vor, der Tisch sieht besser aus, die Küche schreit nicht nach der kleinen Hausfrau, wenn Besuch kommt. Man kann die Dinger doch auch kleinmachen.
Nach seiner Methode muss man, wenn man geht, den Mülleimer zu leeren, auch noch Tetrapaks balancieren, neben dem Baby, versteht sich. Warum ist er so unpraktisch? Warum tut er auch Wäsche nicht einfach in den Wäschekorb, statt oben drauf?
Ich wünsche mir ein Tetris: Ich schmeiße die Tetrapaks aus dem Küchenfenster, und immer, wenn der Boden des Hofes voll ist, kommt ein Hausmeister und packt sie weg. Wenn wenigstens die Tonne näher unter dem Fenster stünde.


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