Das Schlimmste ist das Shoppen. Nach einem harten Tag im Büro, auf deinem Drehstühlchen, willst du Klamotten kaufen. Du stehst in der Umkleide und denkst: „Gehört das ganze Fleisch wirklich zu MIR?“ Du suchst den Spiegel nach geheimen konvexen Rundungen ab. Du ziehst dein ausgeleiertes Shirt wieder an, trittst majestätisch und zutiefst verletzt aus der Kabine, tust so, als würden dir die Farben doch nicht gefallen, knallgrün, dafür bist du zu… zu modern. Wie peinlich, die Verkäuferin fragen zu müssen, ob sie das Teil nicht auch in XXL haben. Und zwar in XXL für Erwachsene, nicht für Girlies. Alles, was du siehst, geht von 32 bis 38. Und 38 ist fett. Nebenan gleich der Shop „Chic ab 44“, als ob 44 eine tolle Zahl wäre, und natürlich könnte da genauso gut „für Voll-Guppies“ stehen. Du weißt genau, die Frauen, die da reingehen, sind absolut anders als du.

Du denkst an Sport. An Chips. An Sport. Obwohl du schon jeden Tag 10 km Rad fährst, keine Monatskarte mehr kaufst. Was sollst du denn noch tun?


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