Raster-Rabatt

rasterfolienblick
Schon bei der Heranfahrt des Buses sinkt die Laune, ist dieser doch über und über mit – wie man früher sagte – Reklame bedeckt. Nicht nur sämtliche Stellen des Fahrzeugblechs, nein, auch alle Fenster, mit Ausnahme der Windschutzscheibe. Steigt man nun ein, nicht nur um zu fahren, sondern auch, um hinauszuschauen, macht sich Enttäuschung breit.
Das was man von der Außenwelt noch sieht, sieht man, als wenn man die Tageszeitung ans Fenster halten und durchs Titelbild schauen würde.
Denn die Folie, die den Außenstehenden Logos und Werbebotschaften flächendeckend darbietet, macht aus den Außenstehenden Punktmenschen in einer abgedunkelten Rasterlandschaft.
Nicht nur, daß die Werbung allgegenwärtig ist – wenn man sie selbst nicht sieht, verleidet sei einem einfach den Blick auf alles andere.
Seltsam eigentlich, dass sich zu diesem Phänomen noch keine Task Force gebildet hat, wie es bei den Themen Grafitti Schmierereien und Fensterglasverkratzen der Fall war.
Bis das gesellschaftliche Problembewußtsein für dieses Ärgernis die notwendige Breite erreicht hat, könnte man zumindest einen Raster-Rabatt einführen:
Fahrkarten für verschmierte, pardon: zugeklebte Busse kosten nur die Häfte.
Oder man bekommt eine kleine Taschenlampe für den Schlüsselanhänger geschenkt…


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