Archiv vom Juli 2005



Manchmal ist es besser, wenn deine Straße von 5 bis 10 eine andere Straße übersticht, statt die Straße selber vorzuspielen, um sie loszuwerden.

Manchmal ist es besser, wenn jemand völlig unbeteiligtes den Knoten löst.

Manchmal ist es besser, wenn man Berichte über Fische selbst nachprüft.

Das Schlimmste ist das Shoppen. Nach einem harten Tag im Büro, auf deinem Drehstühlchen, willst du Klamotten kaufen. Du stehst in der Umkleide und denkst: „Gehört das ganze Fleisch wirklich zu MIR?“ Du suchst den Spiegel nach geheimen konvexen Rundungen ab. Du ziehst dein ausgeleiertes Shirt wieder an, trittst majestätisch und zutiefst verletzt aus der [...]

Zunächst: Enttäuschung, denn die Helden sind unsympathisch, die Geschichten nicht rund, vieles bleibt unklar. Es ist kein Schmöker, der das Strandleben versüßt.

Doch es ist ein guter Versuch, ein Thema zu variieren: Täter werden zu Opfern, die sich aus der Opferrolle wieder befreien, indem sie zu Tätern werden (usw). Die Zeitabstände, in denen das geschieht, [...]

Und ich sag Ihnen was, Herr Keller: Hier gelten ähnliche Regeln.

Und ich sag Ihnen ehrlich, was es mit dem Nachdruck dieser Bibel auf sich hat

und ich sag Ihnen wenn Sie die Dann in der Fussbodenheizung verdichten dann Krichen Sie ins Rohr zum ausputzen.

Artikel 3983209351, Beschreibung: „Baby-Wiege, Weidenkorb mit Matratze,zum Hinstellen, auch zum Aufhängen geeignet.“
Nein, auch zum Aufhängen? Dieser Spezialartikel wurde gegen satte 10,50 Euro in Gummersbach übergeben. Inklusive Diebstahlschutz, Kartoffelaufbewahrungsoption, Wiesengrün und Hartz-IV-Antragsformular. Das copyright zu diesem Bild lehnen wir ausdrücklich ab.

ich kenne eine oma, die mozilla gebraucht

ich kenne eine Oma, die ihr Enkelkind mit Pflegevertrag und Pflegegeld betreut.

Ich kenne eine Oma, die hat ohne jeden Brief über 50 Jahre erfolgreich einen Laden geschmissen und zwar mit sehr viel Erfolg.

Schon bei der Heranfahrt des Buses sinkt die Laune, ist dieser doch über und über mit – wie man früher sagte – Reklame bedeckt. Nicht nur sämtliche Stellen des Fahrzeugblechs, nein, auch alle Fenster, mit Ausnahme der Windschutzscheibe. Steigt man nun ein, nicht nur um zu fahren, sondern auch, um hinauszuschauen, macht sich Enttäuschung breit. [...]

“…Sehr geehrte Fahrgäste, bitte achten Sie auf allein herumstehende Gepäckstücke und alarmieren Sie in Verdachtsfällen gegebenenfalls den Notruf….” ist auf den Laufbändern des Fahranzeigersystems zu lesen.
Die Fahrgäste schauen mißtrauischer heute, und glücklich kann sich nennen, wer keinen dunklen Hautton und Schnurbart hat.
“Aus Sicherheitsgründen bitten wir alle arabisch aussehenden Fahrgäste auszusteigen und zu Fuß zu [...]

© A. Temming

Essverbot im Nahverkehr

Wer kennt es nicht, dieses bedrohliche Knistern hinter dem eigenen Rücken, die aufsteigende Angst vor dem Unvermeidlichen, wenn in der S-Bahn ein Mitarbeiter des Stadtplanungsamtes langsam und ordentlich das Wachspapier entfaltet und genüsslich seine Leberwurststulle ans Licht der Welt und unsere Geruchsnerven bringt.